Archive for the 'Berufsbild Animateur' Category

Voraussetzungen: Was es braucht, ein guter Animateur zu sein

Sonntag, November 12th, 2006

Viele wollen Animateur werden, doch nicht alle taugen zum guten und erfolgreichen Animateur. Doch wie kann man einen so vielfältigen Beruf in ein Profil gießen? Wir haben es mal versucht.

  • Alter: Unter 18 geht nichts und ab einem gewissen Alter macht es nicht mehr so viel Sinn, denn die körperlichen Anforderungen. 18 bis 35 Jahre ist also das Alter der Wahl für Animateure.
  • Bildung: Niemand muss als Animateur Diplomarbeiten schreiben. Aber ein gewisses Maß an Allgemeinbildung wird immer vorausgesetzt. Das brauchst du ja schon, um mit den unterschiedlichsten Gästen zu plaudern. In je mehr Themen man mitplaudern kann, desto besser – für den Gast und damit auch für den Animateur.
  • Ausbildung: Klar gibt es Ausbildungen für Animateure. Die helfen bestimmt weiter, sind aber keine feste Voraussetzung. Sehr hilfreich sind aber Qualifikationen aus anderen Bereichen, wer beispielsweise ausgebildeter Fitnesstrainer- oder Tanzlehrer ist, hat auch als Animateur Vorteile. Das gilt eigentlich für alle Ausbildungen, die etwas mit den weit gefächerten Aufgaben als Animateur zu tun haben.
  • Fremdsprachen: Je mehr, desto besser. Denn es kommen ja internationale Gäste, da sollte mindestens Englisch gut klappen. Die Sprache des jeweiligen Gastlandes hilft selbstverständlich auch, als Animateur erfolgreich zu sein.
  • Umgangsformen: das A & O. Denn der Animateur prägt das Bild des Hotels, Clubs oder der Reederei. Da geht es nicht ohne gute Umgangsformen.
  • Fitness: Animateur ist ein körperlich anstrengender Job. Da muss man fit sein und sich in mehreren Sportarten auskennen, etwa bei Aerobic, Ballsportarten, Tanzen und vielem mehr. Je mehr Disziplinen ein Animateur drauf hat, desto besser.
  • Aussehen: Animateure stehen für den Spaß im Urlaub. Und das Auge reist ja mit. Schöne Menschen haben es also leichter, erfolgreich als Animateur zu arbeiten.

Die Arbeitszeiten von Animateuren

Freitag, November 10th, 2006

Ist es wirklich “Arbeit”? Oder ist es mehr Spaß und Urlaub? Wie dem auch sei, die Tage für Animateure sind lang. Etwa 14 Stunde pro Tag beträgt die Arbeitszeit für Animateure – und das an 6 Tagen die Woche. Grundsätzlich gilt: Flexibilität ist ein Muss für jeden Animateur!

Und so könnte ein typischer Arbeitstag für einen Animateur aussehen:

  • Arbeitsbeginn 9:45 Uhr, am Meetingpoint wird das Tagesprogramm besprochen
  • Danach geht los: je nach Aufgabe Kinder einsammeln, Senioren ins Wasser treiben, Sportplatz beleben und so weiter.
  • 12 Uhr: Spiel für alle, es gibt Getränke zu.
  • 12:30 Uhr: etwa eine Stunde Pause – wenn nichts dazwischen kommt.
  • 13:30 Uhr: Vorbereitung der Abendshow, das heißt Proben, Dekoration und was sonst noch dazu gehört
  • 15 Uhr: Nachmittagsprogramm mit den Gästen
  • 17 Uhr: Treffen der Animateure, Besprechung des restlichen Tages.
  • Pause
  • 20:00 Uhr: Kinderdisco – eine echte Herausforderung für Kinder-Animateure
  • 20:45 Uhr: Treffen zum Abendprogramm, letzte Absprachen und Vorbereitungen, Schminken und so weiter
  • 21:15 Uhr: Beginn der Abend-Show
  • 22:30 Uhr: Bespaßung der Gäste
  • 23.30 Uhr: Abräumen der Show-Utensilien und der Bühne
  • 00:30 Uhr: Feierabend für den Animateur – wenn nichts dazwischen kommt, etwa Gäste, die persönlich betreut werden möchten oder zusätzliche Proben

Die Betreuung der Gäste hat großen Stellenwert für jeden Animateur. Wer also nicht gesellig ist und schlecht mit anderen in Kontakt kommt, sollte lieber nicht Animateur werden wollen. Wer aber daran Spaß hat, ist hier genau richtig. Denn wer die Bespaßung der Gäste über den gesamten Tag bis in die Nacht als Arbeit versteht, wird sich aufreiben und wenig Spaß haben.

Verdienst für Animateure

Donnerstag, November 9th, 2006

Wer reich an Geld werden will, ist als Animateur nicht richtig. Wer reich an Erfahrung und Spaß werden will, sollte unbedingt als Animateur arbeiten. Trotzdem gibt es Geld …

EuroDer durchschnittliche Verdienst für Neulinge als Animateure liegt zwischen 700 und 900 Euro. Das klingt nach wenig, berücksichtigt man, dass dafür an sechs Tagen die Woche lange gearbeitet werden muss. Aber vergiss nicht: Dafür gibt es Essen und Unterkunft umsonst. Das relativiert den schmalen Verdienst deutlich. Außerdem: Wer als Animateur Spaß an seinem Job hat, sieht die Arbeit ohnehin als bezahlten Urlaub – und dafür ist es gar nicht so schlecht, oder?

Wer viel Erfahrung gesammelt hat, länger oder häufiger für einen Club, ein Hotel oder für eine Reederei gearbeitet hat, kann auch finanziell aufsteigen. Bis zu 3.000 Euro Verdienst sind für die besten Animateure und Chef-Animateure drin – doch bis dahin ist es ein harter und langer Weg.

Animateure und Steuer

Donnerstag, Oktober 26th, 2006

Ihr wisst, Rechtsberatung macht der Anwalt und Steuerberatung der Steuerberater. das gilt logischerweise auch für Animateure. Trotzdem gebe ich Euch hier ein paar Hinweise, worauf Ihr achten müsst, damit ihr als Animateur auch mit der Steuer ein wenig Spaß habt…

Grundsätzlich gilt: Für die Versteuerung ist jeder selbst verantwortlich. das steht so oder so ähnlich auch in jedem Arbeitsvertrag für Animateure.

Wichtig sind dabei drei Fragen: Wo hast Du Deinen Wohnsitz, wie lange bleibst Du im Ausland (wenn es überhaupt ins Ausland geht) und in welchem Land arbeitest Du. Denn jedes Land hat andere Steuergesetze. Das macht es für Animateure mit der Steuer manchmal auch ein wenig kompliziert.

Generell gilt: Wenn Du in Deutschland Deinen Erstwohnsitz behältst, also eine Adresse hast und beim Einwohnermeldeamt gemeldet bist, musst Du Dein Einkommen als Animateur auch in Deutschland versteuern. Das ändert sich erst, wenn Du mindestens ein halbes Jahr (183-Tage-Regel) im Ausland lebst - und zwar in einem Land. Wenn Du also zwei Monate in Ägypten arbeitest, dann zwei Monate in Spanien und dann wieder zwei Monate in Italien, ändert sich nichts.

Wenn Du aber beispielsweise länger als ein halbes Jahr auf Teneriffa bleibst, kannst Du entscheiden, ob Du in Spanien oder Deutschland Steuern zahlen möchtest. Der Fachbegriff dafür heißt Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Wenn Du als Animateur in Spanien spanische Steuern bezahlen möchtest, musst Du das dann in Deutschland beim Finanzamt beantragen.

IHK-geprüfter Animateur

Donnerstag, Oktober 12th, 2006

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) haben ihn nicht erfunden, hätten ihn in vielen Fällen bitter nötig, aber seit einem Jahr prüfen sie ihn: Den Animateur.
“Animation im Tourismus (IHK)” ist ein Weiterbildungslehrgang mit insgesamt 80 Unterrichtsstunden, gedacht ist er für Unternehmen und Mitarbeiter aus der Touristik, die ihren Gästen kompetente Ansprechpartner, beste Unterhaltung und individuelle Angebote im Bereich Sport, Gesundheit und Kultur bieten wollen. Der Animateur spielt für die Gäste die zentrale Rolle als Ansprechpartner, Initiator von gemeinsamen Aktionen und Ideengeber.

Klingt nicht besonders lustbetont, aber so kann man es auch sagen ;)

Auch wenn die IHK jetzt nicht unbedingt als Heilsbringer der Spaßgesellschaft gilt, kann so eiine Zusatzqualifikation schon helfen. Einerseits kann man nie genug lernen, andererseits hat man so bei Bewerbungen die Nase womöglich vor anderen, die das Papier _nicht_ in der Tasche haben.

Der IHK-Lehrgang ist modular aufgebaut und sieht so aus:

Modul Inhalt Lehrgangsstunden
1 Die Grundlagen der Animation
Das Tätigkeitsfeld des Animateurs
4
2 Kommunikationsgrundlagen für den Animateur
Team- und Gruppenverhalten
24
3 Rechtliche Grundlagen 4
4 Spiel – Sport – Tanz

  • Kinder- und Jugendanimation
  • Erwachsenen- und Seniorenanimation
  • Sportanimation
  • Eventorganisation für Animateure
40
5 Projektarbeit 8

Weitere Infos gibt es bei den örtlichen IHKs, einfach www.ihk.de ansteuern und die eigene Stadt suchen.

Euer Jan