Griechenland: Insel-Hopping auf den Kykladen II

Dezember 8th, 2006

Griechenland Kykladen II Insel-Hopping auf den Kykladen bietet Gelegenheit satt für einen abwechslungsreichen Urlaub zwischen zwei Animateur-Jobs. Zwischen den Inseln verkehren regelmäßig Fähren, für Eilige empfiehlt sich eine rasende Katamaranfahrt. Etwas seefest sollte man schon sein, denn Poseidon macht sich immer wieder einen Spaß daraus, die Wellen hoch schlagen zu lassen.
Kein Fleckchen ohne Mythologie: Auf Naxos soll Zeus aufgewachsen sein. Kein Wunder, dass die Griechen Naxos die “Glücksinsel” nennen. Das vor allem wegen der viele Quellen, die hier sprudeln – und der einladenden Architeketur. Schon wer sich der Hauptstadt Chora vom Wasser aus nähert, wird von der Schönheit förmlich geblendet. Über den Hang ziehen sich zahllose weiß-blaue Häuschen, über den Dächern thront eine venezianische Burg. Die Strände sind wunderschön, nicht übervölkert und das erfrischende Nass kristallklar. Dabei gilt: je südlicher, desto einsamer.

Paros
Parischer Marmor ist seit Jahrtausenden ein Qualitätsbegriff. Ewige Kunst wie die Venus von Milo, der Hermes des Praxiteles und viele Tempel entstanden aus diesem Stein, der auf Paros abgebaut und seit der Antike in alle Welt verschifft wurde. Seine Besonderheit: die Transparenz. Selbst durch eine Dicke von zehn Zentimetern scheint noch das Licht hindurch - ein außergewöhnlicher optischer Effekt, den die Meister der Antike zu nutzen verstanden. Doch Paros bietet mehr als Steine: Hibiskus und Oleander blühen in den malerischen Gassen des Hauptortes Parikia. Auch wenn hier in der Saison viel los ist, kommt keine drangvolle Enge auf, urige Kneipen, weiße Kirchen und Brunnen zaubern eine ganz besondere Atmosphäre. Am Abend, wenn die Männer von ihrem Tagwerk auf See heimkehren, lohnt ein Spaziergang über die Promenade des Fischerdörfchens Naoussa.

Weg vom Strand: Im Inselinneren liegt das Frauenkloster Christos sto Dassos und dahinter wartet eine selten üppige Vegetation. Blüten verzaubern die Landschaft - und wenn sie fliegen, sind es prachtvolle Schmetterlinge.

Santorin
Vor 1.500 Jahren wurde Santorin wiedergeboren. Ein Vulkan hatte das Eiland zerstört und eine Flutkatastrophe ausgelöst, die das Ende der minoischen Hochkultur besiegelte. Manche Forscher sind der Meinung, das alte Santoprin sei identisch mit dem sagenumwobenen Atlantis. Heute leuchtet Santorin in strahlendem Weiß seiner Häuser, Aufsehen erregend kontrastiert von schwarzem Vulkangestein. Die Insel bietet turbulente Events und Strandleben, wer Party sucht, ist hier richtig.

Ios
Noch mehr gilt das für Ios. Morgens ist es totenstill, am Nachmittag erheben sich die ersten, doch um Mitternacht startet die große Sause am Strand und in den Gassen und dauert an bis zum Sonnenaufgang.

Griechenland: Insel-Hopping auf den Kykladen I

Dezember 2nd, 2006

Griechenland Kykladen Reif für die Insel - doch auf welche soll bloß die Reise gehen? Wer die Qual der Wahl hat, entscheidet sich am besten für viele verschiedene und setzt angesichts der griechischen Kykladen auf Insel-Hopping. In zwei Teilen stellen wir die schönsten Ziele vor. Wie wärs denn mit einem Animateurs-Job und danach einem klasse Urlaub?

Die Kykladen, zwischen der Peloponnes und Kreta gelegen, haben 56 unwiderstehliche Angebote, 56 Inseln unterschiedlichen Charakters, die einen Besuch lohnen - da kann man sich ruhig viel Zeit nehmen. Gedankt wird es mit unvergesslichen Panoramen von goldenen Sandstränden und weiß gekalkten Häusern unter strahlend blauem Himmel, wie die Fenster und Türen - Bilderbuch-Dörfer vor Traumstränden eben. Die Anreise erfolgt entweder vom Festland aus, Fähren von Athen oder Piräus verkehren regelmäßig. Es geht aber auch per Direktflug, Flughäfen gibt es auf Mykonos und Santorin.

Mykonos
Die strahlend weiße Hauptstadt hat Kulturtouristen einiges zu bieten. Die Marienkirche Panagia Paraportiani, und das Alefkandraviertel, Klein-Venedig der Kykladen. In Ano Mera wartet das Kloster Panagia Tourliani mit seinem eigenwilligen Glockenturm und Schätzen des Mittelalters. Doch beliebter als bei Kunsthistorikern ist Mykonos bei Schwulen. In der Superparadise-Bucht gesellen sich Gleichgesinnte aus aller Welt im feinen Sand zueinander. Im Westen der Insel, am Agios Iannis, gibt es trotz des offiziellen Verbots einen FKK-Strand, der fest in griechischer Hand geblieben ist. Hier findet sich ein idyllisches Fleckchen, das der Kommerz noch nicht erobert hat.

Delos
Einmalige Sonnenuntergänge gibt es viele auf den Kykladen. Doch wenn die Iannis-Bucht auf dem kleinen Delos in sanftes Licht gehüllt wird, werden selbst aus hart gesottenen Zeitgenossen hoffnungslose Romantiker. Auch Hobby-Archäologen kommen hier auf ihre Kosten, denn auf den dreieinhalb Quadratkilometern der Insel stolpert man immer wieder über Reste der glorreichen Vergangenheit. Immerhin soll auf dem göttlichen Eiland die Wiege von Apollo und Artemis gestanden haben. Entsprechend wurden die beiden Gottheiten mit prachtvollen Tempelanlagen geehrt, deren Reste noch immer ein beeindruckendes Bild der griechischen Baukunst der Antike geben. Berühmtestes Erbe: die imposante Löwenterasse.

(th)